FahrradParkplatz Bahnhof Pankow

Fahrrad-Parkplatz

Welches Fahrrad-Parkplatzmodell hätten sie denn gern?

Old-School Fahrradständer, Im-Weg-Domino-Parker oder gar modernes Rad-Etagen-Parking – alles zu finden am S-und U-Bahnhof Pankow – Anzuschauen hier

Da stehen Sie nun, diese neuen „Parkplätze“ für die mehr oder weniger teuren Räder der Pankower Radler. Ja, so Neu sind die garnicht mehr – ich aber bin drum herum geschlichen um diese Ungetüme – teils aus Unwissenheit, teils aus Faulheit & Angst vorm Neuen aber auch, und das vor Allem, aus Furcht mich zu blamieren beim „wie krieg ich mein Rad da oben hin?“ – denn unten ist zumindest immer wenn ich da bin, leider stets alles besetzt. Nun, eines Tages siegte die pure Neugier, Parkplatzfinde-Verzweiflung und auch der Schrecken, bei Wiederkehr kein Rad oder aber nur noch ein halbes, vorzufinden.

(M)Ein Praxistest schafft Klarheit

Am S-Bahnhof Pankow ist es ja herkömmlich so, daß man sein Rad an einen der relativ gering vorhandenen Radständer befestigen kann oder es einfach mehr oder weniger in den „freien“ Weg stellt und einfach hofft, dass niemand den Dominoeffekt auslöst. Denn kippt eins der Räder – wodurch auch immer – kippen alle und es folgt ein großer Spaß sein Rad unter den darauf liegenden wieder hervor zu angeln (und was geschieht eigentlich mit den ebenfalls liegenden anderen? – erstmal egal).
Wie schon erwähnt,  hübsch ist anders – das finden viele, auch erwähnt und nachzulesen im Pankow-Blog des Tagesspiegels von Ulrike Scheffer.

Doch wo Not an Platz und morgendlicher Zeit…

Es ist schon ein Abenteuer,  denn das Erklärbild, ob es nun hilfreich ist oder nicht (konnte ich nicht beurteilen),  ist zumindest an dem Stellplatz den ich wählte überwuchert.  So beobachtete ich verstohlen kurz andere Parker und zog dann, genau wie sie, einfach mal an dieser Schiene.  Das funktionierte und auch das „runterklappen“ ging ok. Allerdings finde ich, nicht weitgenug Richtung Boden.  Man muss also sein Rad anheben, über eine Schwelle und es in eine Laufschiene stellen.  Das mag mit leichten Alu Rädern überhaupt kein Problem sein, mit meinem derzeitigen Rad geht es okay mit meinem VorgängerRad ginge es nur unter größtem Kraftaufwand. (Zum Abenteuer RadAnschließen unten – bitte hier entlang).

So, das klappte doch ganz gut. Jetzt kann man das Rad am Anlehnbügel befestigen – selbsterklärend und vermittelt das Gefühl von Sicherheit.
Nun wird es nochmal spannend: hoch damit. Recht leicht, hält, wackelt etwas und hat Luft  (dank in der Höhe versetzter Halteschienen).

Das Runterho… also wieder Abladen des Rades geht übrigens auch, halt nur entgegengesetzt der oben genannten Reihenfolge. Allerdings, so glaube ich, braucht es etwas Übung damit einem das Rad nicht noch während des Abschlussprozesses selbsttätig entgegen rollt, denn die Halteschwelle ist für schwerer Räder nicht unbedingt ein Hindernis.
In meinem Selbstversuch kam zur allgemeinen  Aufgeregtheit dann leider auch Einsauen hinzu.  Ob das an mir und meiner ungeübten Handhabung liegt oder dem „System“ wird beobachtet werden müssen.

Einparken unten…

wird tatsächlich etwas erschwert ob der a) halb vom Radplünderern dagelassenen RadRestbestände und b) der extrem nervigen Domino-einfach in den Weg-Parker welche tatsächlich ihr Rad exakt vor die unten stehenden Räder stellen – machen die das mit ihren Autos auch oder sind das gar unwissende Autolose. .. aber da ist dann wohl am normalen Menschenverstand zu zweifeln. Wie auch immer, zum Untenparken ist noch zu sagen: ACHTUNG Beulen Gefahr.
Man stößt ganz leicht sowie gern an den oberen Fahrradparkplatz – recht schmerzhaft und wiederholt.

Möchte man zum Beispiel sein Rad nicht hinten am Rad sondern am RadRahmen und Anlehnbügel anschließen ist dies eher schwierig und mit Minimum Kleiderverschmutzung und Beule aber auf jedenfall mit gelenken-Krauchen verbunden. Alles nicht so einfach.

Ein paar Fragen müssen allerdings gestellt werden:

  • wer räumt dort eigentlich die Fahrradleichen und RadRestbestände weg – die verstopfen Unten-Parkplätze.
  • wer sorgt dafür, dass das Erklärbild auch seinem Publikum wieder sichtbar wird und auch bleibt?
  • wer hält Ecken und Zwischenräume Rein – gegen die offen“sichtliche“ Nutzung des Radpakplatzes als Urinal kann man sicher schwierig etwas tun, leider!
  • wer und was kann Kopf und Kleidung schützen?
  • last but not least: wird es „Knöllchen“ für’s ‚vor anderer Leute Fahrrad-parken‘ geben?
Mein Fazit als extrem-normalo-User:

Sie waren stets bemüht ist sicherlich nicht (ganz) gerecht, denn sah und sieht man, wie es am Bahnhof Pankow bisher zuging sind die Stellplätze ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings am Aussehen – erstrecht an einem historischen und schönem Bahngebäude wie dem in Pankow – sollte dringend gearbeitet werden – da fällt mir ein, würde eine Art ParkHaus, welches einfach außen nett aussieht und sich dem Bahnhofsgebäude anpasst und gleichzeitig auch die Räder vor Wetter schützt, da nicht Sinn machen und die Klappe sein, die die zwei Fliegen mit einem Mal erschlägt – liebe kreative Stadtarchitekten??

Schaut auch: FahrradParkplatz-Gallerie

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