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Liebes Corona-Ferientagebuch – Tag 17 bis 20

CoronaFerien count down: noch 18-17-16-15 Tage bis zum 19. April

Die letzten Tage waren geprägt von viel Lagerkoller, viel Knülle sein und viel grrrrrr… – aber wie kam es dazu?

Wenn ich das so exakt wüsste. Ich habe mir oft überlegt, in den letzten Tagen: speziell MEIN Alltag, der sowieso meistens im Homeoffice stattfindet, hat sich auf den ersten kurzen Blick gar nicht so geändert – aber guckt man tiefer und horcht man hin, hat er es doch – sehr!

Zu allererst habe ich sonst „richtige“ Officezeiten. Das heißt, ich bin allein in meinem Büro, vor meinem Laptop und arbeite. Seit den letzten drei Wochen habe ich einen neuen kleinen Kollegen. Und auch wenn er es mit seinem quirligen Alter ganz, ganz toll macht, er muss halt seine Aufgaben und sein Tun vertonen. Und er braucht eine gewisse Begleitung – da ist die Konzentration auf die eigenen Aufgaben schwierig – und natürlich braucht er Motivation und kleine Ausszeiten…somit zieht sich so eine Schulaufgabe schonmal einige Zeit hin.

Und das führt zum nächsten Punkt: dem KnülleStatus

Ist man gewohnt allein und ruhig vor sich hin zu arbeiten ist es eben schon anstrengend, immer liebevoll präsent zu sein – auch wenn mein Sternchen seine Arbeitszeit in seinem Rahmen ruhig macht… Ich bin Mutter, keine Kollegin und schon gar keine Lehrerin – natürlich habe ich immer ein Ohr und Auge auf ihn. Gleichzeitig muss ich erklären, muss strukturieren und auch antreiben. Muss meine Arbeit schaffen und liefern – nach wie vor!

Mache mir Gedanken um den Haushalt – vorrangig in diesen Zeiten, ums Einkaufen und unseren Speiseplan und den meiner Eltern. Die sitzen als Risikogruppe im Umland in Ihrer Wohnung und dürfen nicht in den Supermarkt.

Einkaufen – wie zu Ostzeiten

Früher, als ich Kind war – kam meine Mutter nach Hause und sagte: da stehen sie an, los – anstellen! Weder wusste man was es gibt, noch ob man noch was abbekam, wenn man dran war – wichtig war anstellen, es KÖNNTE ja was brauchbares sein…

So ist es jetzt, da „gellt ein Schrei“ durchs Viertel – es gibt Goldstaub (Klopapier, Hefe, Eier, Mehl what ever) und man rennt los…sofern man Zeit hat. Oder man sieht die Leute schleppen…

Fakt ist, es ist aktuell nicht mehr so, dass man einfach los geht um zu kaufen, was man möchte – vielmehr ist es ein gucken, was da ist. Und ja, es mögen neumodische Luxusprobleme sein, keiner wird verhungern – aber es stresst auf Dauer.

Wenn man dann auch noch die üblichen Querelen dazu addiert, die ein enges dauerndes auf einander hängen, keine Zeit für sich allein und das Gefühl des – ich kann nicht wirklich tun was ich will mit sich bringen – und natürlich auch die Sorgen um überhaupt und sowieso und wie geht alles weiter… oben drauf legt, ist man irgendwann einfach erschöpft.

Und grrrrrr…??

….einfach weil man sich hilflos in einer Situation wiederfindet, die man nicht fassen und einschätzen kann. Der Lichtschimmer am Ende des Tunnels ist einfach zu schwach… Man wird dünnhäutig.

Aber:  Kopf hoch! und bleibt gesund

mein Mantra: grrrrrr

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