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Liebes Corona-Ferientagebuch – Tag 32

CoronaFerien count down: noch 3 Tage bis zum 19. April

R: wie Ruhe und Reproduktion

Nun wurden die Lockerungen beschlossen – ich bin ja von Natur aus ein skeptischer Mensch mit heiteren Nuancen.

Und natürlich überlege ich viel, vielleicht viel zu viel, zur derzeitigen Situation. Wo andere nach Lockerungen schreien bin ich eher die, die auf Nummer sicher gehen würde und ich denke, es täte uns allen besser.

Das kommt so: ich bin wirklich überrascht und auch etwas Stolz darauf, dass sich so viele so eingeschränkt haben, dass wir diese Erfolge in der R Rate (R. steht für die Reproduktionszahl und gibt an, wie viele Menschen ein mit Sars-CoV-2 Infizierter im Durchschnitt ansteckt) erreicht haben – (das war die positive Nuance) nun kommt aber meine skeptische Seite angewabert, lauter und kräftiger – wieso das „schlechteste“ Ergebnis bei R als Scheitelpunkt zu Lockerungen nutzen und nicht noch etwas Sicherheitspuffer schaffen?

Quarantäne Flow nutzen

Die Leute sind im „Quarantäne-Flow“ – wobei es ja noch nicht mal ne Quarantäne ist – DAS sollte man nutzen um Polster zu schaffen.

Es ist doch wie bei Schokolade – mein Fachgebiet: um mich abzutrainieren, verzichte ich eine zeitlang – wenn ich mein Ziel ankratze, bzw. es gaaaanz knapp erreicht habe aber noch weiter ausbauen will, fange ich doch nicht mit 3 Stück Schoki wieder an – um dann festzustellen, dass es so nicht besser, sondern wieder schlechter wird. Das nennt man – jede Frau kennt das – den Jo-Jo-Effekt … man muss dran bleiben sonst wird es doppelt so schlimm als zuvor…

Ich will sagen: NEIN, ich glaube mit diesen Lockerungen und vor allem mit denen des Einzelhandels*, reißen wir das was wir aufgebaut haben, mit dem Arsch wieder ein. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt.

Denn wir haben keinen Puffer – nehmt mal einem Kind das genüsslich seine Schokolade isst die man ihm gerade zögernd – aber gegeben hat, wieder weg und sagt, ich hab’s mir jetzt doch anders überlegt – Schokolade ist gerade nicht so gut für Dich. Angucken ja, aber nicht mehr essen.

Ich behaupte, diese Methode gibt mehr Lautstärke als die Erstere, bereits begonnene.

Lies auch: Wenn das schiefgeht, war vieles umsonst – Zeit online


*Natürlich verstehe ich den Einzelhandel und alle, die damit drin hängen und um Ihr pures Überleben kämpfen – ich will auch wieder Konsumieren nach Herzenslust – dennoch auch hier: will man seinen Laden und alle Mitarbeiter mobilisieren um dann nach 14 Tagen wieder zu schließen und dann für noch länger, weil inzwischen aus allen „Diäten der Welt und deren Jo-Jo-Effekten“ gelernt wurde?!


Bleibt gesund!

mein Mantra: vorwärtsimmer

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