ViertelNeues

erstellt am – 02. Februar 2016

Neu im Blog

2012 sind wir in unser Kiez in Niederschönhausen gezogen. Das qualifiziert uns tatsächlich bereits als quasi „Alte Hasen“ im Block.  Da gerade in letzter Zeit wirklich jede „Bau“Lücke – die zuvor noch nicht einmal auffiel – mit einem (mehr oder weniger) schicken Haus bebaut wird, Niederschönhausen, in Berlin Pankow – stets eher am A. der W. – nun offensichtlich Trend zu werden scheint – habe ich die Sparte ViertelNeues erdacht. Hier möchte ich zukünftig über meine – und gegebenenfalls auch die Eindrücke von meinen Mitmenschen – berichten.

Wozu?

Tjaaaaa… Ganz nach meinem Blog-Motto – einfach weil ich’s hier kann, weil ich hier lebe und verwurzelt bin aber auch, weil ich Veränderungen kommentieren somit dokumentieren möchte. Ich mag mein Viertel wirklich dolle!

Es wird sich um meine Beobachtungen und Beschreibungen handeln – manchmal vielleicht auch Wunschvorstellungen – gern aber seit auch Ihr aufgerufen diese Kategorie zum Leben zu erwecken, es zu nähren und mit Inhalten zu füllen…

Schaut einfach regelmäßig rein 🙂




Park Schönhausen

Altes-Neu im Park Schloss Schönhausen

Schon mal etwas von Senkgarten gehört? Vermutlich würdet auch Ihr es nennen wie ich: Wasserbecken mit Seerosen, Statue und Bank oder einfach: oh, schön hier!

"Schwimmbecken" ist Senkgarten
„Schwimmbecken“ ist Senkgarten

Seitdem wir nach Niederschönhausen zogen, fragten wir uns was es wohl mit diesem ulkigen gekachelten Becken direkt am Schloss auf sich hat. Vom Schwimmbecken bis hin zum Feuchtbiotop – alles wurde vermutet. Zwischendurch sah das Ganze wirklich ziemlich schlimm aus, bis es eine Baustelle wurde – die Spannung stieg. Bauzaun weg und es ist ein: Senkgarten – wie das Schild die korrekte Bezeichnung verrät. Ein Senkgarten, was ist das? Nachzulesen hier… Ein wirklich schön angelegter Flecken mit Blumen, Bank, einer Statue und Seerosen. Ein weiteres schönes Eckchen im sehr gepflegten und beliebten Park des Schlosses Schönhausen. Mein kleiner Mann war begeistert, noch mehr Wasser, noch mehr Abenteuer – die Mutter freut sich über die Bank.

Prädikat: Sehenswert – schaut Euch hier virtuell den neunen „stillen Garten“ im Park Schloss Schönhausen an oder einfach heute Abend noch, bei einem kleinen Spaziergang? Es lohnt sich auf jeden Fall.

Schloss Schönhausen Cafe Sommerlust
Schloss Schönhausen Cafe Sommerlust

Stärkung gibt’s übrigens auch – im Café Sommerlust u.a. auch veganes-glutenfreies-manufakturiertes-fruchtiges Wassereis…

Schaut auch: SenkgartenGallerie




Eisdiele

Ab jetzt nennen wir’s vegan?

Alter Wein in neuen Schläuchen?!

Die Wandlung vom profanen Wasser-Eis zum trend-veganen WasserGenussmittel

Damals, als ich noch klein war gab’s auch den ein oder anderen warmen Sommer. Und auch damals schon war dann Eis das Lebensmittel erster Wahl. Ja und nun bin ich die Mama und was sonst wohl werde ich meinem Sohnemann geben, wenn draußen karibische Wärme herrscht? Natürlich ein Eis, wie es die kleine Jugend wünscht.

Als Mutter von heute beschäftigt man sich ja schon vom Moment der Geburt, was red‘ ich, vom Moment des positiven Schwangerschaftstestes mit Inhaltsstoffen, Ernährung und allem pädagogisch wertvollem – ich, als Erstgebärende, natürlich auch. Ich erwähne dies so ausdrücklich, da ich tatsächlich Glaube, dass das zweite Kind es, zumindest in dieser Beziehung, einfach einfacher hat – und die Mama auch.

So ist Mutti also recht Fit, was Fruchtzucker, Bio, Vollkorn Dinkel und Co. betrifft. Und dann trifft man eines Tages auf veganes Eis am Stiel.

Eis auf Stiel
Eis auf Stiel

So geschehen im Neueröffneten Park-Kaffee. Hier wollten  Mutter und Sohn ihr Bedürfnis nach Eis stillen. Als in erster Linie ich plötzlich innerlich zusammen zuckte bei der Aufforderung für zwei Stieleis 5,40 EUR zu zahlen. Nun gut, dafür hielt ich dann ein manufakturiertes (schön klingende Beschreibung für kleine Herstellungsbetriebe), Bio-veganes, hand-erarbeitetes gefrorenes Stück Wasser am Stiel – allerdings mit wirklich hohem Fruchtanteil (ca. 62% bei der Sorte Erdbeere) – in den Händen. Und ein vermeintlich gutes Gefühl – ob der Veganität, des Bios und der kleinen Manufaktur. Übrigens, glutenfrei isses auch noch….das süße Wasser, wer hätte das gedacht.

Aber…trotzdem, irgendwie…ich weiß nicht

Ich gebe zu, mit vegan und so, habe ich mich (bis zu diesem Zeitpunkt) nicht beschäftigt. Trotz Mutterschaft nicht – ich halte es da mit dem Mut zur Lücke.

Das Eis schmeckte und tat was es sollte, es erfrischte. Vorallem aber vegan in diesem Zusammenhang und der Preis für vegan, blieben mir im Kopf. Das eine Kugel normalo Eis 1,30 EUR kostet, ist man ja nun leider bereits gewohnt. Aber irgendwie ist da ja auch mehr drin – oder nicht?

Nach einmal drüber Schlafen, kam ich doch zu dem Entschluss, dass trotz viel Fruchtanteil und trotz liebevoller Kleinherstellung, es dennoch ein recht sportlicher Preis ist für ein – und nun mal Butter bei die Fische: ein Wassereis.

Damals wie heute ist es gefrorenes Wasser mit oder ohne – mehr oder weniger Gesunden-Zusätzen. Aber wo führt es hin, wenn der Aufdruck „vegan“ dafür sorgt, dass ein Produkt um vieles vermeintlich wertvoller und somit deutlich teurer verkauft wird als ein ähnlicher Artikel aus dem Laden an der Ecke, welches wenige EURO-Cents kostet.

Spinnen wir? …weiter:

Sind Frucht und Wasser nicht immer vegan? Ist also Vegan das neue Bio?
Und trägt ein Apfel demnächst den Untertitel „glutenfreies-veganes Lebensmittel“ und kostet darum deutlich mehr und nicht weil der Äpfelbauer es verdient, fair für sein Lebensmittel bezahlt zu werden sondern wegen hipp und so?

Lest auch: ulkige Früchte der heutigen ErnährungsErziehung




FahrradParkplatz Bahnhof Pankow

Fahrrad-Parkplatz

Welches Fahrrad-Parkplatzmodell hätten sie denn gern?

Old-School Fahrradständer, Im-Weg-Domino-Parker oder gar modernes Rad-Etagen-Parking – alles zu finden am S-und U-Bahnhof Pankow – Anzuschauen hier

Da stehen Sie nun, diese neuen „Parkplätze“ für die mehr oder weniger teuren Räder der Pankower Radler. Ja, so Neu sind die garnicht mehr – ich aber bin drum herum geschlichen um diese Ungetüme – teils aus Unwissenheit, teils aus Faulheit & Angst vorm Neuen aber auch, und das vor Allem, aus Furcht mich zu blamieren beim „wie krieg ich mein Rad da oben hin?“ – denn unten ist zumindest immer wenn ich da bin, leider stets alles besetzt. Nun, eines Tages siegte die pure Neugier, Parkplatzfinde-Verzweiflung und auch der Schrecken, bei Wiederkehr kein Rad oder aber nur noch ein halbes, vorzufinden.

(M)Ein Praxistest schafft Klarheit

Am S-Bahnhof Pankow ist es ja herkömmlich so, daß man sein Rad an einen der relativ gering vorhandenen Radständer befestigen kann oder es einfach mehr oder weniger in den „freien“ Weg stellt und einfach hofft, dass niemand den Dominoeffekt auslöst. Denn kippt eins der Räder – wodurch auch immer – kippen alle und es folgt ein großer Spaß sein Rad unter den darauf liegenden wieder hervor zu angeln (und was geschieht eigentlich mit den ebenfalls liegenden anderen? – erstmal egal).
Wie schon erwähnt,  hübsch ist anders – das finden viele, auch erwähnt und nachzulesen im Pankow-Blog des Tagesspiegels von Ulrike Scheffer.

Doch wo Not an Platz und morgendlicher Zeit…

Es ist schon ein Abenteuer,  denn das Erklärbild, ob es nun hilfreich ist oder nicht (konnte ich nicht beurteilen),  ist zumindest an dem Stellplatz den ich wählte überwuchert.  So beobachtete ich verstohlen kurz andere Parker und zog dann, genau wie sie, einfach mal an dieser Schiene.  Das funktionierte und auch das „runterklappen“ ging ok. Allerdings finde ich, nicht weitgenug Richtung Boden.  Man muss also sein Rad anheben, über eine Schwelle und es in eine Laufschiene stellen.  Das mag mit leichten Alu Rädern überhaupt kein Problem sein, mit meinem derzeitigen Rad geht es okay mit meinem VorgängerRad ginge es nur unter größtem Kraftaufwand. (Zum Abenteuer RadAnschließen unten – bitte hier entlang).

So, das klappte doch ganz gut. Jetzt kann man das Rad am Anlehnbügel befestigen – selbsterklärend und vermittelt das Gefühl von Sicherheit.
Nun wird es nochmal spannend: hoch damit. Recht leicht, hält, wackelt etwas und hat Luft  (dank in der Höhe versetzter Halteschienen).

Das Runterho… also wieder Abladen des Rades geht übrigens auch, halt nur entgegengesetzt der oben genannten Reihenfolge. Allerdings, so glaube ich, braucht es etwas Übung damit einem das Rad nicht noch während des Abschlussprozesses selbsttätig entgegen rollt, denn die Halteschwelle ist für schwerer Räder nicht unbedingt ein Hindernis.
In meinem Selbstversuch kam zur allgemeinen  Aufgeregtheit dann leider auch Einsauen hinzu.  Ob das an mir und meiner ungeübten Handhabung liegt oder dem „System“ wird beobachtet werden müssen.

Einparken unten…

wird tatsächlich etwas erschwert ob der a) halb vom Radplünderern dagelassenen RadRestbestände und b) der extrem nervigen Domino-einfach in den Weg-Parker welche tatsächlich ihr Rad exakt vor die unten stehenden Räder stellen – machen die das mit ihren Autos auch oder sind das gar unwissende Autolose. .. aber da ist dann wohl am normalen Menschenverstand zu zweifeln. Wie auch immer, zum Untenparken ist noch zu sagen: ACHTUNG Beulen Gefahr.
Man stößt ganz leicht sowie gern an den oberen Fahrradparkplatz – recht schmerzhaft und wiederholt.

Möchte man zum Beispiel sein Rad nicht hinten am Rad sondern am RadRahmen und Anlehnbügel anschließen ist dies eher schwierig und mit Minimum Kleiderverschmutzung und Beule aber auf jedenfall mit gelenken-Krauchen verbunden. Alles nicht so einfach.

Ein paar Fragen müssen allerdings gestellt werden:

  • wer räumt dort eigentlich die Fahrradleichen und RadRestbestände weg – die verstopfen Unten-Parkplätze.
  • wer sorgt dafür, dass das Erklärbild auch seinem Publikum wieder sichtbar wird und auch bleibt?
  • wer hält Ecken und Zwischenräume Rein – gegen die offen“sichtliche“ Nutzung des Radpakplatzes als Urinal kann man sicher schwierig etwas tun, leider!
  • wer und was kann Kopf und Kleidung schützen?
  • last but not least: wird es „Knöllchen“ für’s ‚vor anderer Leute Fahrrad-parken‘ geben?
Mein Fazit als extrem-normalo-User:

Sie waren stets bemüht ist sicherlich nicht (ganz) gerecht, denn sah und sieht man, wie es am Bahnhof Pankow bisher zuging sind die Stellplätze ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings am Aussehen – erstrecht an einem historischen und schönem Bahngebäude wie dem in Pankow – sollte dringend gearbeitet werden – da fällt mir ein, würde eine Art ParkHaus, welches einfach außen nett aussieht und sich dem Bahnhofsgebäude anpasst und gleichzeitig auch die Räder vor Wetter schützt, da nicht Sinn machen und die Klappe sein, die die zwei Fliegen mit einem Mal erschlägt – liebe kreative Stadtarchitekten??

Schaut auch: FahrradParkplatz-Gallerie